Bildung und Beruf

Eine Erfolgsstory namens eEducation

Mit „eEducation Austria“ unterstützt das Bundesministerium Lehrerinnen und Lehrer dabei, sich und ihre Schule für den digitalen Wandel fit zu machen. Das Angebot kommt an.

Von Nina Horcher - 2. Mai 2018

 

Videos streamen, Nachrichten lesen, fotografieren und chatten: das Ausmaß, in dem Kinder und Jugendliche tagtäglich mit der Online-Welt vernetzt sind, ist enorm. 97 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren besitzen laut JIM (Jugend, Information, (Multi-)Media-Studie 2017 ein eigenes Smartphone. 81 Prozent  nutzen überwiegend dieses mobile Gerät, um im Internet zu surfen.

Um Schülerinnen und Schüler auch im Unterricht dort abzuholen, wo sie sich am häufigsten bewegen – im Internet – und Lehrerinnen und Lehrer bei der Entwicklung zu unterstützen, hat das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung mit eEducation Austria ein umfassendes Informations- und Weiterbildungsportal ins Leben gerufen. Ein Angebot, das sich prinzipiell an alle Schultypen richtet, von der Volksschule über die Gymnasien bis hin zu den BMHS .

Interaktiver Erfolgslauf

Mittlerweile hat sich die im September 2016 gestartete Initiative zu einer echten Erfolgsstory entwickelt. Nahmen kurz nach dem Start 425 Schulen an dem Projekt teil, so hat sich deren Zahl nach nicht einmal zwei Jahren Laufzeit auf mittlerweile 2.000 Bildungseinrichtungen erhöht.

Die auf der eEducation-Plattform angebotenen schulinternen und schulübergreifenden Fortbildungsangebote und Projekte sollen den Zugang zu digitalen Themen erleichtern und die Möglichkeit für einen Erfahrungsaustausch bieten.

Wie das in der Praxis aussehen kann, erklärt Martin Bauer, Leiter der zuständigen Fachabteilung IT-Didaktik und digitale Medien des BMBWF, im Video anhand von Beispielen aus teilnehmenden Schulen:

 

 

„Digitale Medien verändern unsere Welt und unser Leben in einem Ausmaß, wie dies zuletzt wohl bei der Einführung des Buchdrucks der Fall war. Zeitgemäße Bildungs- und Arbeitsprozesse sind ohne die Nutzung digitaler Technologien kaum denkbar – digitale und informatische Kompetenzen sind für die Teilhabe an unserer Gesellschaft unerlässlich“, untermauert das Bundesministerium seine Initiative auf der eEducation-Website.

Digitale Weiterentwicklung – Schritt für Schritt

Jede Schule – von der Volksschule bis zur BMHS – wird dabei Schritt für Schritt in ihrer digitalen Entwicklung begleitet: „eEducation ist in erster Linie ein Schulentwicklungsprojekt, bei dem die Expertise erfahrener Schulen in die Breite gebracht werden soll.“

Ziel dabei ist es, sich von einer Member.Schule, dem Erstlings-Status, durch dokumentierte Aktivitäten und Weiterbildungen zur Expert.Schule zu entwickeln.

Beratung, Fortbildung, Unterrichtsmaterialien

Konkret heißt das für Lehrerinnen und Lehrer: Will man in seiner Schule digitale Kompetenzen umfassend vermitteln, kann sich die Schulleitung auf eEducation.at anmelden.

Fortbildungsmaßnahmen, Unterrichtsmaterialien und Entwicklungsberatungen helfen dann dabei, die nötigen Maßnahmen zu setzen, um digitale Medien in allen Gegenständen didaktisch sinnvoll einzusetzen – und damit die digitalen und informatischen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern zu steigern.

 

Die Initiative eEducation Austria sieht Laptop, Smartphone und Tablet zukünftig in den Unterricht integriert und will Lehrerinnen und Lehrer bei der digitalen Entwicklung unterstützen.

 

Nach einer Art Punktesystem kann sich die Schule durch die Dokumentation ihrer eEducation-Aktivitäten digital trainieren und damit von der Member.Schule zur Expert.Schule aufsteigen. Mithilfe eines Online-Tools, dem sogenannten digi.check, können die Kompetenzen der Schüler und Lehrer dabei laufend gemessen werden.

Ist der Expertenstatus erreicht, ergeben sich für Lehrerinnen und Lehrer sogleich eine Reihe spannender Möglichkeiten: Sie können an geförderten nationalen und internationalen Projekten mitarbeiten und an einschlägigen Fachtagungen teilnehmen.

Für die Schülerinnen und Schüler indes gibt mit eEducation.at einen Grund mehr, um zum Smartphone zu greifen – und es im Unterricht dank digitaler Kompetenzen auch sinnvoll einzusetzen.

 

Weitere Infos

Für die Vernetzung und einen laufenden Erfahrungsaustausch mit teilnehmenden eEducation-Schulen in Österreich, steht allen Pädagoginnen und Pädagogen von Member.Schulen und Expert.Schulen die „eEducation Office 365 Plattform“ zur Verfügung. Hier geht’s zur Liste der teilnehmenden Schulen.

 

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Ein Beitrag der Was jetzt Online-Redaktion.