Studium und Beruf

Das Europäische Solidaritätskorps fördert junge Weltretter/innen

Das Europäische Solidaritätskorps unterstützt das Engagement junger Menschen in gemeinnützigen Projekten. Praktika, Jobs und Freiwilligendienste werden mit 2 Millionen Euro im Jahr gefördert. Inklusion wird besonders großgeschrieben.

Was jetzt-Redaktion - 6. Mai 2021

MEHR_wasjetzt_ Europäisches Solidaritätskorps

Suchen Ihre Schüler/innen dieser Tage mehr Gemeinschaft? Dann könnte das Europäische Solidaritätskorps ihnen eine neue Aufgabe zeigen. Wie man in gemeinnützigen Projekten mitmacht oder mit seinem eigenen die Inklusion benachteiligter Menschen fördert, erfahren Sie hier.

Auf Nachhaltigkeitstour mit dem „Radlkino“ durch Tirol, ein Theaterstück von und mit Menschen mit Behinderung, ein Praktikum im Mädchenzentrum Klagenfurt – junge Menschen unterstützen freiwillig Projekte wie diese im Rahmen des Europäischen Solidaritätskorps.

Das Europäische Solidaritätskorps (ESK) fördert das Engagement junger Menschen in gemeinnützigen Projekten und Aktivitäten auch in seiner zweiten Programmphase (2021–2027). Junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren können sich sowohl im eigenen Land als auch im EU-Ausland an gemeinschaftsfördernden Projekten beteiligen – freiwillig, in Praktika oder Jobs. Die Dauer eines Freiwilligeneinsatzes variiert zwischen zwei und zwölf Monaten innerhalb Europas.

Weiters können sie eigene Ideen in Form von gemeinsamen Solidaritätsprojekten umsetzen. Diese helfen anderen Menschen oder einer lokalen Gemeinschaft. Organisationen und Unternehmen können mithilfe des ESK junge Europäer/innen als Freiwillige oder Mitarbeiter/innen für ihr Team gewinnen.

Schwerpunkt Inklusion

Insbesondere jungen Menschen „mit geringeren Chancen“ soll die Teilnahme an ESK-Projekten ermöglicht werden. Dafür bietet das Europäische Solidaritätskorps mehrere Formate:

Organisationen können speziell für benachteiligte Jugendliche kürzere Freiwilligenprojekte anbieten. In einem Zeitraum von zwei Wochen bis zwei Monaten können Teilnehmer/innen erste Erfahrungen sammeln und einen wichtigen Beitrag zum Projekt leisten. Das Format der Freiwilligenteams ermöglicht es, eine gemischte Gruppe von 10 bis 40 jungen Menschen (mit und ohne Benachteiligung) für ein Projekt einzusetzen.

Das ESK fördert auch die Inklusion bei Jobs und Praktika. Menschen mit Benachteiligung wird im Land des eigenen Wohnsitzes ein Praktikum oder ein Job über das EU-Programm finanziert. Ebenso wird die Inklusion in lokale Solidaritätsprojekte gefördert, wenn sie benachteiligte Jugendliche in eine lokale Gemeinschaft einbinden. Kosten für einen begleitenden Coach und weitere finanzielle Unterstützung können beantragt und gefördert werden.

Dem Solidaritätskorps beitreten

Teilnehmende Organisationen brauchen ein Qualitätssiegel, das die Voraussetzungen für die Zusammenarbeit mit jungen Menschen bestätigt. Organisationen mit Sitz in Österreich können dieses Qualitätssiegel beim OeAD beantragen, der die Umsetzung des ESK in Österreich übernimmt.

Soeben wurde der erste Aufruf des ESK 2021 veröffentlicht, der die zweite Programmphase des EU-Förderpakets einleitet. Einrichtungen aus Österreich können sich für Solidaritätsprojekte und Freiwilligenprojekte in zwei Antragsrunden bis 28. Mai 2021 sowie bis 5. Oktober 2021 bewerben. Österreich erwartet mehr als 2 Millionen Euro an Fördergeldern für das Jahr 2021.

 

Mehr zum Thema Bildung und Beruf:

Jugendwertestudie: 7 von 10 fühlen sich von Politik ignoriert
Steckbrief Studium Nanowissenschaft: Die Welt der kleinsten Teilchen
WissenPlus: WissenPlus: Was genau machen eigentlich Nanotechnologien?
WissenPlus: Lerntempo-Duett zum Thema Bewerbungsgespräch
Fachhochschule des BFI Wien: Ein virtuelles Praktikum? Geht das?
Matura 2021: So soll die Schule nach Ostern weiterlaufen
Kartographie als Berufung: Zum Gedenken an Moshe Brawer
Wie prügeln sich Politiker? Das Magazin Katapult antwortet in Karten
Innovationskonferenz in Wien: Innovativ durch die Pandemie
ÖH-Vorsitzende Sabine Hanger: „Die UG-Novelle ist kein Weihnachtsgeschenk“
Entrepreneurial School Award an HTL Wolfsberg und HAK Oberwart
Literaturtipp: Die Geschichte der Berufsbildung in Österreich
HTLs in Kärnten: Wie smart ist eine Smart Learning Klasse?
Anton Bucher zum Ethikunterricht: „Nicht ethisch sein geht nicht“
BildungsHub.wien: Virtueller Tag der offenen Tür an Wiener Schulen
CLILvoc2020: Wie lernt man Fachthemen in Fremdsprachen?
Business Intelligence: Goldwaschen in der Informationsflut
Gesprächsleitfaden: So können Lehkräfte über Terrorismus sprechen
VfGH-Präsident Grabenwarter über „Verfassung macht Schule“
Tinkering: Tüfteln zwischen Technik, Physik und Kunst
Young Science: Diese Schulen beweisen Forschergeist
More Than Bytes: Kunst, Kultur und digitale Medien im Unterricht
Jugend Innovativ: Die kreativsten Schulprojekte des Jahres
WissenPlus: Das Coronavirus verstärkt die Ernährungskrise

Reportage YOVO2020: Besuch der Online-Freiwilligenmesse
Aidshilfe Wien: Leitfaden für Sexuelle Gesundheit im Unterricht
Gesetzesentwurf: Ethik oder Religion?
Amnesty International: Menschenrechte in der Schule
Vegucation: Vegan-vegetarisches Kochen im Unterricht
Interview mit Kabarett-Lehrer Andreas Ferner
Initiative Schule im Aufbruch