Bildung und Beruf

Höchste Reife: Das sind die prämierten Projekte österreichischer Maturanten

BMHS aktuell: Ein klimafreundliches Krankenhaus in Ghana, ein Schachspiel in der Augmented Reality, Trauerhilfe im Kindesalter – diese Themen bewegen die Gewinner/innen des 15. Wettbewerbs der Maturaprojekte der FH Kärnten.

Was jetzt-Redaktion - 12. Mai 2020

Ein Maturaprojekt bietet Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, mit Betrieben aus der Praxis zusammenzuarbeiten, gemeinsam ein Problem zu definieren und dieses mit dem Wissen aus dem Schulunterricht zu lösen. Was dabei rausschaut? Im Idealfall eine gute Note, im Regelfall ein Lernschub in Sachen Selbstorganisation – und im Glücksfall ein Taschengeld.

Der Maturaprojekte-Wettbewerb der FH Kärnten hat bereits im 15. Jahr die Abschlussprojekte diverser Schulen Österreichs prämiert. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde ein Preisgeld von 9.000 Euro ausgeschüttet. Die Gewinner/innen der Kategorien Wirtschaft, Gesundheit, Engineering & IT, Bauingenieurwesen & Architektur haben 1.000 Euro erhalten. Insesamt haben Schüler/innen aus sieben Bundesländern rund 40 Projekte eingereicht.

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Corona-bedingt präsentieren die Maturantinnen und Maturanten ihre Projekte der Fachjury erstmals in einer Videokonferenz. So konnten die Schüler/innen ihre im Online-Lernen erworbenen Video-Präsentationsskills beweisen. Erstmalig musste auch die Preisverleihung am 25. April ins Internet verlagert werden. Wer dennoch dabei sein möchte, kann sich das Video hier anschauen.

Die ausgezeichneten Maturaprojekte

In der Kategorie Wirtschaft gewinnt die Diplomarbeit „Demokratie in Szene gesetzt“. Natalie Gojer, Helena Ebner und Sarah Werkl von der CHS Villach beschäftigten sich mit der Förderung von Demokratie- und Medienkompetenzen. Das Ziel ihrer Arbeit: Kinder schon im Volksschulalter für Demokratieprozesse zu sensibilisieren und den Umgang mit Medien zu vermitteln.

In der Projektkategorie Gesundheit sicherte sich das Projekt „Trauer und Verlusterfahrung durch Tod im Kindesalter“ den Sieg. Hanna Gerlitz und Viktoria Missoni von der BAfEP Kärnten untersuchten, wie Kinder trauern, wenn sie einen schweren Verlust erleiden und wie sie von Eltern und pädagogischen Fachkräften begleitet werden können.

In der Kategorie Engineering & IT überzeugt das Projekt „HoloChess“. Martin Schacherbauer und Marcell Achrainer von der HTBLA Braunau am Inn implementieren ein Schachspiel in die erweiterte Realität („Augmented Reality“), um nicht mehr gegen eine künstliche Intelligenz, sondern einen anderen Spieler zu spielen. Die Sieger wollen zeigen, dass Hologramme in einer erweiterten Realität schon bald greifbar werden – zumindest mit dem Auge.

Die Kategorie Bauingenieurwesen & Architektur entscheidet das Abschlussprojekt „Jordan Medical Center – Ghana – Lowtech meets Hightech“ für sich. Lisa Kogler und Hanna Draxl von der HTL Imst untersuchen, wie die Architektur der Zukunft einen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. Ihr Modell nimmt Bezug auf traditionelle Bauweisen und Industrie 4.0. und soll die Basis für ein ökologisch wertvolles, nachhaltiges und klimafreundliches Krankenhaus in Ghana sein. Wegen seiner ökologischen Aspekte erhält das Projekt den Sonderpreis für Nachhaltigkeit, dotiert mit 500 Euro.

Der Silicon Alps Sonderpreis „Smarte Systeme“ im Wert von 500 Euro geht an das Projekt „FindMyWay“. Laura Haberl, Vanessa Dorn und Nina Hartl von der HTBLA Braunau am Inn widmen sich einem Leitsystem für Orientierungsschwache.

Alle Gewinner/innen im Überblick:

Projektkategorie Gesundheit
1. Platz | BAfEP Kärnten „Trauer und Verlusterfahrung durch Tod im Kindesalter“ (Hanna Gerlitz, Viktoria Missoni)
2. Platz | HLW Bad Ischl „Miteinander statt Nebeneinander“ (Julia Beinsteiner, Magdalena Mitter)
3. Platz | HTBLA Braunau am Inn „ERP Messung mit EEG“ (Elmas Sengönül, Sebastian Bramberger)

Projektkategorie Wirtschaft
1. Platz | CHS Villach, „Demokratie in Szene gesetzt“ (Natalie Gojer, Helena Ebner, Sarah Werkl)
2. Platz | HAK 1 Klagenfurt, „Making fitbox even fitter – Marketingstrategien am Beispiel von fitbox“ (Vanessa Reiter, Alexandra Maier)

Projektkategorie Engineering & IT
1. Platz | HTBLA Braunau am Inn: „HoloChess“ (Martin Schacherbauer, Marcell Achrainer)
2. Platz | PHTL Lienz: „Innovatives Abwehrhalsband für Schafe – mäh Tector“ (Vanessa Lukasser, Jasmin Eder)
3. Platz | HTBLA Braunau am Inn: „FindMyWay – Leitsystem für Menschen mit Beeinträchtigungen“ (Laura Haberl, Vanessa Dorn, Nina Hartl)

Projektkategorie Bauingenieurwesen & Architektur
1. Platz | HTL Imst: „Jordan Medical Center – Ghana – Lowtech meets Hightech” (Lisa Kogler, Hanna Draxl)
2. Platz | HTBLA Braunau am Inn: „IsoBrick – Isoliermaterial aus Abfallstoffen“ (Johanna Regl, Johannes Lindhorn)
3. Platz | HTL Mödling: „Noctuque – buy a bike – sip a coffee – take a drink” (Lorena Rösener, Nikolina Dimitrijevic)

Silicon Alps Sonderpreis „Smarte Systeme“
HTBLA Braunau am Inn: „FindMyWay – Leitsystem für Menschen mit Beeinträchtigungen“ (Laura Haberl, Vanessa Dorn, Nina Hartl)
HTBLA Braunau am Inn: „Universal SmartHome“ (Raphael Brachmaier, Johannes Baischer)
HTL Mössingerstraße: „E2PS-Ecological & Efficient Pool System“ (Eckhard Steiner, Moritz Lassnig)
Sonderpreis Nachhaltigkeit
HTL Imst: „Jordan Medical Center – Ghana – Lowtech meets Hightech” (Lisa Kogler, Hanna Draxl)

 

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Ein Beitrag aus der Was jetzt-Redaktion.