Lernen mit Manz

Inside MANZ: „Ich will einfach meinen Idealismus weitergeben“

Katharina Höfferer, Mitarbeiterin im Marketing bei MANZ Verlag Schulbuch, nahm im Leben den einen oder anderen Umweg. Ihre Ziele hat die gebürtige Kärntnerin dennoch erreicht.

Von Stefan Schlögl - 9. Jänner 2019

 

Als Katharina Höfferer 1997 an die Sporthauptschule in Villach/Lind kam, gab es Begriffe wie „ADHS“ oder „Hyperaktivitätsstörung“ noch nicht. Zumindest nicht in Kärnten. Ein Glück für die damals Elfjährige.

„Also war ich einfach nur ein sehr, sehr aufgewecktes Mädchen“, erinnert sich die 32-Jährige. Bloß ihre Mutter verzweifelte schon ein wenig an dem „Springinkerl“, das überall raufgekraxelt ist und nicht still sein wollte. Die Lösung war konsequent: ab in die Sporthauptschule, um der Energie Raum zu geben. Auch so fallen Schulentscheidungen.

 

Katharina Höfferer, Mitarbeiterin im Marketing bei MANZ Verlag Schulbuch. Foto: Christopher Mavric

 

Die hat die Tochter einer Krankenschwester und eines Hafners nie bereut. Boden- und Geräteturnen, Volleyball, Leichtathletik – der Bewegungsdrang bekam endlich Möglichkeiten, von den Wettkämpfen hat sie nicht zuletzt fürs Leben gelernt: „Man muss dranbleiben, auch wenn es ungemütlich wird.“

Katharina Höfferer ist übrigens nicht nur Marketing-Mitarbeiterin des MANZ Verlags Schulbuch, sondern vor allem Kärntnerin, was an ihrem heiteren, optimistischen Wesen abzulesen ist. Nach der Hauptschule war ihr Leben vielleicht ein wenig zu heiter: Freunde, Ausgehen, Pubertät.

 

„Man muss dranbleiben, auch wenn es ungemütlich wird.“

 

Artig über Hausaufgaben zu sitzen, eine höhere Ausbildung – das war in dieser Zeit zweitrangig. Nach einem Jahr Handelsschule fing sie kurzerhand eine Lehre zur Köchin an und besuchte die Fachberufsschule für Tourismus in Villach. „Ich habe mich rasch zurechtgefunden und arbeitete bald sehr selbstständig. Insgesamt hat mir das großen Spaß gemacht.“

In der Gastronomie hielt es sie nach Abschluss der Lehre dennoch nicht lange. „Dass es in dieser Männerwelt etwas deftiger zugehen kann, hat mir nichts ausgemacht, da konnte ich mich schon früh durchsetzen, aber die unregelmäßigen Arbeitszeiten waren auf Dauer nichts für mich.“

Einmal Australien und zurück

Zeit also, die Ziele nachzujustieren: Mit 18 schrieb sich Höfferer in die Abend-HAK International in Klagenfurt ein, gleichzeitig begann sie eine Lehre zur Reisebüro-Assistentin. Beide Ausbildungen schloss sie ab – und löste kurzerhand ein One-Way-Ticket nach Australien: Sydney, Brisbane, das Outback.

„Eigentlich wollte ich bleiben. Aber es war damals sehr schwierig, ein Arbeitsvisum und einen Job zu bekommen.“ Vom Ende der Welt ging’s nach Wien, konkret in die Zentrale eines Reiseveranstalters. Auslastend war die Tätigkeit offenbar nicht: Berufsbegleitend absolvierte die Neo-Wienerin an der Fachhochschule ein Marketing-Studium.

 

„Ich will das, was mich im Leben geprägt und vorangetrieben hat, meinen Idealismus, auch beruflich weitergeben.“

 

Anschließend und nach sechs Jahren Reise- und Eventbranche war Höfferer klar: „Ich will das, was mich im Leben geprägt und vorangetrieben hat, meinen Idealismus, auch beruflich weitergeben. Das war mein Traum. Und dann sah ich die Stellenanzeige bei MANZ und habe zugeschlagen.“

2017 stellte sich die Aspirantin mit der bunten Bildungsbiografie vor, seitdem ist sie für Marketing und Produktentwicklung zuständig. Eines ihrer ersten Projekte war die Organisation der „MANZ Schultour“, bei der an 100 Schulen aktuelle Lehrbücher und M-BOOKs präsentiert wurden.

„Der direkte Kontakt war unglaublich wertvoll“, erzählt Höfferer. „Vor allem habe ich eines gelernt: Es gibt kaum anspruchsvollere Kunden als Lehrerinnen und Lehrer. Und das meine ich als Kompliment.“ Was sie noch an ihrem Job mag? „Die Vielfalt und die Chance, immer etwas Neues anzupacken.“

Berufsbegleitendes Studium

Gerade arbeiten wir an der Weiterentwicklung der MANZ-Website und des Online-Lehrerzimmers. Unser wichtigstes Projekt ist aber unser neuer Online-Lernraum.“ Dort können Lehrkräfte Aufgaben für Schüler erstellen oder individuelles Feedback geben. „Es ist unglaublich spannend, mich während der Testphasen in die Perspektive der Lehrer und Schüler zu versetzen.“

Apropos Perspektive: Ihre Ausbildungsambitionen halten die begeisterte Radfahrerin noch immer auf Trab, geplant ist ein berufsbegleitendes Publizistik-Studium. „Als Generalistin möchte ich mich endlich spezialisieren“, sagt Katharina Höfferer mit einem nachgerade entschuldigenden Lächeln. „Vielleicht klappt es ja diesmal.“

 

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Ein Beitrag aus dem Was jetzt-Magazin, Ausgabe 2/18