Lernen mit Manz

Inside MANZ: Besuch in der Klasse der Zukunft

Seit einem Jahr gibt es an der Handelsakademie in Krems die „Paperless Class“. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten auf Tablets – mit den M-BOOKs des MANZ Schulbuchverlags.

Von Manuela Tomic und Daniel Andics (Fotos) - 27. Juni 2018

 

Die letzten Schultage sind angebrochen, doch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 1c an der Handelsakademie Krems sind hochkonzentriert. Klassenvorständin und NAWI-Lehrerin Romana Eisenbock nimmt gerade das Thema Zellstruktur durch. Die Schüler blicken auf die an die Wand projizierten Lehrinhalte.

Vor ihnen stehen Tablets mit den dazugehörigen Stiften. Schulbücher, Blöcke und Hefte sind auf den aufgeräumten Tischen nicht zu finden. Sieht so der Unterricht von morgen aus?

 

Die „Paperless Class“ an der HAK Krems. Hier werden nicht zuletzt neue M-BOOKs von MANZ Verlag Schulbuch einem Praxistest unterzogen.

 

Seit einem Jahr testet die HAK in Krems die so genannte „Paperless Class“. In dem Schulversuch soll Schülern das Lernen mit elektronischen Schulbüchern auf dem Tablet ermöglicht werden.

„Hier geht es aber um viel mehr, als nur die Reduktion von Papier“, erklärt Gernot Hainzl, der Direktor der Schule, „viel mehr möchten wir unseren Schülern neue, multimediale Lernmöglichkeiten bieten und sie so auf kreative Weise beim Lernen unterstützen“.

Hohe Nachfrage

Der Schulversuch funktioniere sehr gut und sei bereits für nächstes Jahr mit 40 Anmeldungen gut nachgefragt, sagt Hainzl. Die Testklasse ist dabei in den Unterrichtszweig „COMIT“, Kommunikation und Medieninformatik mit Englisch als Fremdsprache, eingebettet.

Die hohe Nachfrage ergebe sich für Hainzl durch die Lehrinhalte: „Neue Medien und Englisch als Fremdsprache sind für die Jugendlichen ein großes Thema“.

Der MANZ Schulbuchverlag liefert für die „COMIT“-Klasse die neuen M-BOOKs. Dabei werden Texte, Fotos und Grafiken von Videos, Animationen und interaktiven Aufgaben mit automatischer Korrektur für das selbstständige Üben begleitet. Die Schülerinnen und Schüler von Klassenvorständin Romana Eisenbock konnten die M-BOOKs dieses Jahr testen.

 

Mit nur wenigen Klicks lässt sich das Feedback der Lehrer auf Übungen und Hausaufgaben abrufen.

 

Christina, eine Schülerin scrollt mit dem Finger über ihr Tablet, um sich die Notizen der Lehrerin genauer anzusehen. „Lernen und arbeiten mit dem Tablet ist praktisch und macht Spaß“, sagt die Schülerin, „die Lehrinhalte für die jeweiligen Fächer holen wir uns digital auf der Manz-Seite“. Schweres Bücherschleppen ade.

Auch Tests und Hausaufgaben absolvieren die Schülerinnen und Schüler auf dem Flachmann. „Ich arbeite zu Hause ein bis zwei Stunden täglich mit dem Tablet“ sagt Julia, „entweder ich lerne oder ich mache meine Hausaufgaben, die ich dann einfach hochlade“.

Interaktives Feedback

Bei manchen Übungen bekommen die Schüler ein automatisches, direktes Feedback. Bei anderen Aufgaben kontrollieren die Lehrerinnen und Lehrer selbst und laden die korrigierten Versionen auf das gemeinsame System hoch. Dort können die Schüler die Notizen der Pädagogen ansehen und das Dokument erneut verbessern – und das alles mit nur wenigen Klicks.

Mathematiklehrer Georg Krebs unterrichtet ebenfalls in der „COMIT“-Klasse an der HAK Krems. Er wünscht sich in den digitalen Schulbüchern etwas mehr freie Flächen für sich und die Schüler, um mehr Notizen machen zu können und Kommentare zu integrieren.

 

Neue multimediale Lernmöglichkeiten und kreative Lösungen soll der Unterricht mit den Tablets eröffnen: Lehrerin Romana Eisenbock und ihr Kollege Georg Krebs.

 

Bei den Mathematik-Aufgaben würde er einen direkten Zugang zu dem Lösungsweg und der Erklärung der Aufgaben hilfreich finden. Praktisch wäre es auch, so Krebs, wenn man einzelne Beispiele anklicken könnte um sie in voller Seitengröße anzuzeigen. Es sind Ideen und Verbesserungsvorschläge wie diese, die direkt aus der Testklasse in die Entwicklung und Optimierung der M-BOOKs einfließen.

Klassenvorständin Eisenbock findet die Inhalte gut strukturiert und die Farbvielfalt vor allem für den naturwissenschaftlichen Unterricht sehr positiv, gerade wenn es um die Veranschaulichung der Lehrinhalte geht.

 

„Das multimediale Service der Lehrbücher unterstützt nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer bei der Vorbereitung und im Unterricht“, sagt Pädagogin Romana Eisenbock.

 

Und der multimediale Unterricht zeigt Wirkung: Schon jetzt sieht Krebs einen deutlichen Unterschied zwischen Schülern der „COMIT“-Klasse und den anderen drei HAK-Zweigen. „Der Großteil der Schülerinnen und Schüler aus der ‚Paperless Class’ nutzt mittlerweile auch zuhause keine gedruckten Schulbücher mehr. Schüler aus den anderen Klassen hingegen sind es immer noch gewohnt, in Hefte und Bücher zu schreiben.“

Für das nächste Jahr möchte Romana Eisenbock vor allem die Erklär-Videos verstärkt in ihrem Unterricht nutzen. Denn eines dürfe man nicht vergessen, sagt die Lehrerin, bevor sie ihre Klasse entlässt: „Das multimediale Service der Lehrbücher unterstützt nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer bei der Vorbereitung und im Unterricht.“

 

Schulprofil: 

Das Schulgebäude der HAK/HAS Krems.

Die HAK/HAS Krems ist mit vier Zweigen der Handelsakademie und einer Praxis-Handelsschule breit aufgestellt. Im Zweig „BIZZHAK“ spezialisieren sich die Schüler auf die Bereiche Management, Controlling und Accounting.  In der „INTERHAK“ liegt der Schwerpunkt auf internationaler Wirtschaft und in der „VINOHAK“ wird Weinwirtschaft und -marketing gelehrt. 

Mit der „COMITHAK“ geht die Schule neue Wege im Bereich Kommunikation und Medieninformatik, die mit der „Paperless Class“ nicht nur unterrichtet, sondern auch gelebt werden.

 

 

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Ein Beitrag der Was jetzt-Redaktion.