Schule aktuell

MUMOK: Online-Workshops zu Kunst und Programmiersprache

Im Museum für Moderne Kunst (MUMOK) lernen Schulklassen auch das Programmieren. Mit der Programmiersprache „Scratch“ entwerfen sie virtuelle Kunstwerke. In Kunstgesprächen werden sie online durchs Museum geführt.

Florian Wörgötter - 16. Dezember 2021

MEHR! Bildungsmagazin Was jetzt | MUMOK © Niko Havranek

MUMOK

Im Scratch Lab des Wiener Museum für Moderne Kunst (MUMOK) lernen Kinder und Jugendliche das Programmieren als künstlerisches Werkzeug. Scratch ist eine kostenlose, bildungsorientierte Computersprache, die am Massachusetts Institut of Technology (MIT) zum Einstieg in das Programmieren entwickelt wurde. Sie ermöglicht es jungen Menschen auf simplem Wege, Medien wie Text, Bild und Musik digital zu verbinden und zu „remixen“.

Das MUMOK bietet einen Online-Schulworkshop für Schulklassen von der 5. bis 8. Schulstufe, um das Programmieren mit Scratch kennenzulernen und in die Kunst- und Kulturgeschichte einzutauchen. Im Workshop sollen Schüler/innen neue Ausdrucksmöglichkeiten des Computers erfahren und ein gemeinsames Klassen-Kunstwerk erschaffen. Die Scratch-Workshops erklären das Thema „Coding“ auf Basis von analogen Kunstwerken aus der Sammlung des MUMOK.

Optische Schallplatten

Folgende zwei Themen werden im Online-Schulworkshop angeboten: Die „Rotoreliefs“ (1935) des Surrealisten Marcel Duchamp sind grafische Kunstwerke, die sich wie auf einem Schallplattenteller im Kreis drehen. Diese optischen Schallplatten sollen beim Programmieren digital nachgebaut werden, um Drehbewegungen verstehen zu lernen.

Das zweite Thema widmet sich den Kunstwerken des Begründers der Konzeptkunst Sol Lewitt. Seine Linien-Grafiken „Lines to Specific Points“ sollen beim Programmieren den Bildraum verdeutlichen. Laut MUMOK eignen sich beide Kurse für die Unterrichtsfächer Bildnerische Erziehung, Mathematik, Informatik, Technik und Design.

Zu den technischen Voraussetzungen: Wenn die Workshops online via Zoom durchgeführt werden, braucht es nur einen Computer im Klassenzimmer, der mit dem Beamer verbunden sein soll. Die Workshops sind ebenso für eine Distance-Learning-Einheit konzipiert. Lehrende sind auch eingeladen, die Programmiersprache Scratch vorab zu testen.

Online-Kunstgespräche

Die Ausstellungshallen des MUMOK halten ihre Tore zumindest virtuell für Schulklassen geöffnet. In den Online-Kunstgesprächen führen Kunstvermittler/innen begleitet von einer Kamera durch das Museum und erklären der Klasse die Kunstwerke in aktuellen Ausstellungen. Die Schüler/innen können live über die Gesprächsthemen abstimmen und jederzeit Fragen stellen. Ab sofort sind folgende drei Ausstellungen buchbar (für 5. bis 12. Schulstufe):

  • Enjoy – digitaler Workshop: Skulptur, Installation und Raum
  • Enjoy – digitaler Workshop: Was ist hier modern? Und was abstrakt?
  • Wolfgang Tillmans – digitaler Workshop: Fotografie

Das Online-Programm ist sowohl für das Distance Learning als auch für den Unterricht im Klassenzimmer ausgelegt. Bei letzterem sollte pro Schulbank ein Smartphone zur Verfügung stehen.

Unterrichtsmaterialien

Weiters unterstützt das MUMOK Lehrende auch mit digitalen Unterrichtsmaterialien zu den aktuellen Ausstellungen „Enjoy – die mumok Sammlung im Wandel“ und „Wolfgang Tillmans. Schall ist flüssig“. Die kostenlosen Unterlagen erklären einzelne Kunstwerke, stellen Aufgaben zur selbständigen Recherche und regen zum praktischen Arbeiten an. Lehrende können damit einen Museumsbesuch vor- und nachbereiten oder eine unabhängige Unterrichtseinheit gestalten.

Weitere Informationen zu den Unterrichtsmaterialien und den Vermittlungsangeboten des MUMOK finden Sie hier.

 

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