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Unternehmenssoftware für zentrales Management von Daten: SAP

In der Abwicklung von Geschäftsprozessen, ist SAP der führenden Anbieter von Unternehmenssoftware. Wie wird SAP in österreichischen Unternehmen eingesetzt und was sollten Schüler/innen für den Berufseinstieg wissen?

Was jetzt Redaktion - 6. Mai 2021

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SAP wurde 1972 von Dietmar Hopp, Klaus Tschira, Hans-Werner Hector, Hasso Plattner und Claus Wellenreuther gegründet. Anfangs hieß das Unternehmen „Systemanalyse Programmentwicklung“. Bald setzte sich die Abkürzung durch und das Unternehmen wuchs zu einem multinationalen Konzern heran. Aktuell beschäftigt der Konzern mit Sitz in Walldorf, Deutschland, mehr als 100.000 Mitarbeiter/innen weltweit und setzt die Standards im Enterprise Resource Planning (ERP).

Zu den ersten Softwarelösungen gehörten SAP R/2 und SAP R/3, mittlerweile wird mit SAP S/4HANA gearbeitet. Mit dieser ERP Software können große Datenmengen in Echtzeit verarbeitet werden. Auch Machine learning und artificial intelligence können eingebunden werden. Aktuell wird die SAP S/4HANA Suite in Unternehmen aus den verschiedensten Branchen sowie innerhalb von Unternehmen in unterschiedlichen Geschäftsbereichen angewendet. Diese cloudbasierte Lösung hat laut den Angaben des Unternehmens über 220 Millionen Nutzer/innen.

In Bezug auf die Erlöse durch Geschäftsvorgänge laufen weltweit 77% aller Transaktionen über SAP-Systeme und 99% der Dax-Unternehmen verwenden SAP-Lösungen. Insgesamt sind es in über 180 Nationen weltweit mehr als 444.000 Unternehmen, die mit SAP arbeiten.

Wie und wo wird SAP eingesetzt?

Die Software von SAP ermöglicht eine harmonisierte Sicht auf die Daten der unterschiedlichen Geschäftsbereiche und ermöglicht so ein zentrales Datenmanagment. So erhalten die Mitarbeiter/innen in den verschiedenen Bereichen und Abteilungen Echtzeit-Einblicke in die aktuelle Situation, Workflows werden beschleunigt und die betriebliche Effizient sowie Produktivität erhöhen sich. Dies führt in Summe zu zufriedeneren Kundinnen und Kunden sowie zu erhöhten Gewinnen.

Eingesetzt wird SAP in den Geschäftsbereichen Finanzbuchhaltung, Materialwirtschaft, Beschaffung, CRM und Customer Experience, Geschäftsnetzwerke und Ausgabenmanagement, Digitale Logistikkette, Produktion, Vertrieb, Marketing, Human Resources und Mitarbeiter/innenmotivation sowie digitale Transformation.

Genutzt wird die ERP-Software sowohl von kleinen und mittleren als auch von großen Unternehmen. Gewinnbringendes Arbeiten und Anpassung stehen im Vordergrund, denn jeder Geschäftsprozess soll abgebildet und gestaltet werden können. Die komplette Wertschöpfungskette im Unternehmen soll durch die Anwendung von SAP analysierbar sein und dadurch effizient gestaltet werden können.

 

Warum ist SAP insbesondere für zukünftige Berufseinsteigerinnen und -einsteiger wichtig?

Zahlreiche Stellenausschreibungen verlangen mittlerweile SAP-Kenntnisse im Bereich der Programmierung, im Beratungsgeschäft sowie in den Kernbereichen des Unternehmens. Die Nachfrage nach Fachkräften, die insbesondere SAP S/4HANA beherrschen, ist somit groß. Der SAP-Teamleiter Oliver Obernhumber von Aspöck sagt dazu: „Aus meiner Erfahrung setzen nahezu alle größeren Firmen und Konzerne auf die Software der SAP. Um den Berufseinstieg dort zu erleichtern, sind erste Annäherungspunkte mit SAP äußerst empfehlenswert. Wer Standardtransaktionen in den jeweiligen Modulen kennt, ist klar im Vorteil.“

Welche österreichischen Unternehmen verwenden SAP?

Der Automobilzulieferer Aspöck bietet Lichtanlagen für Fahrzeuge samt Beleuchtungseinheiten, Verkabelungen, Steckverbindungen und Verteiler an. Die Umstellung auf SAP halbierte den Aufwand für Planung von Fertigungsaufträgen, reduzierte die Umlaufbestände um 25% und auch die gesamte Durchlaufzeit um 25%. Insgesamt konnten zahlreiche Abläufe optimiert werden.

Der SAP-Teamleiter Oliver Obernhumer von Aspöck erklärt wie SAP bei Aspöck genutzt wird: „SAP ist das zentrale System, in dem alle Geschäftsprozesse abgebildet werden. Wir haben uns als Ziel gesetzt, alle End-to-End Prozesse systemgestützt zur Verfügung zu stellen und somit dem Endanwender die tägliche Arbeit weitestgehend zu erleichtern und zu verbessern. Kernstück unserer SAP-Systemlandschaft ist ein ERP System, wo sämtliche Prozesse rund um Materialwirtschaft, Buchhaltung und Vertrieb laufen. Sämtliche Logistikprozesse laufen in einem SAP EWM (Extended Warehouse Management) zusammen. Auch in der Produktion kommt die SAP-Software zum Einsatz, dort wird SAP ME (Manufacturing Execution) eingesetzt.“

Leuchtanlagen bei Aspoeck

Der Automobilzulieferer Aspöck bietet Lichtanlagen samt Beleuchtungseinheiten, Verkabelungen, Steckverbindungen und Verteiler an.

 

Die Erfolgsstory vom Premium-Bike-Hersteller Simplon sieht man in diesem Video besonders gut:

Die Cloud-ERP reduzierte den Planungsaufwand um satte 25%.

Weitere Unternehmen, die SAP in Österreich verwenden:

ABS Protection, itelligence, Rohrer Group, Mondi Group, Ankerbrot, UVEX, Erste Group, IEP Technologies, Kwizda, Prinzhorn, RHI Magnesita, Styria, Uniqa, Loacker Recycling GmbH, Sappi, Quartiermeister, Kiehm Datenmanagement GmbH, PAKIC Group, Charité. Mehr Stories findet man hier online.

Weitere Infos zu SAP findet man hier:

Infos zu SAP

Aktuelle Unternehmens-Kennzahlen

Umfangreiches Schulungsangebot zur SAP Analytics Cloud

OpenSAP – Webinare und Kurse

 

Welche Schulbücher bieten wir an?

Lernen will MEHR! bietet aktuell zwei Bücher zum Einstieg in die Welt von SAP an. Das MEHR!-Buch Alles geht! zu Programmgrundlagen und Finanzbuchhaltung gab es im Schuljahr 2020/21 noch als Unterrichtsmittel eigener Wahl, für das Schuljahr 2021/22 ist es auch in der Schulbuchaktion dabei. Hier können Sie sich das Buch genauer anschauen! Das MEHR!-Buch Alles digital! zu den Prozessen der Materialwirtschaft erscheint neu für das Schuljahr 2021/22 als Unterrichtsmittel eigener Wahl. Auch hier können Sie schon direkt ins Buch blicken!

 

Die MEHR!-Bücher für SAP

ERP mit SAP S/4HANA MEHR!-Buch Alles geht!ERP mit SAP S/4HANA Materialwirtschaft MEHR!-Buch Alles digital!

 

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Ein Beitrag aus der Was jetzt-Redaktion