Schwerpunkt: Online-Lernen

Schule lernt Lernen: So werden Schulen zum Innovationslabor

Die Innovationsstiftung für Bildung fördert mit der Offensive „Schule lernt Lernen“ die Digitalisierung an Schulen – mit einer Million Euro für Innovationslabore, 2.000 Euro pro Schulentwicklungsprojekt und einem Online-Kongress.

Was jetzt-Redaktion - 1. Oktober 2020

Die Schulentwicklungsoffensive "Schule lernt Lernen" fördert mit 1,4 Millionen Euro die Digitalisierung der Schule. Was jetzt

Die Schulentwicklungsoffensive „Schule lernt Lernen“ fördert mit 1,4 Millionen Euro die Digitalisierung der Schule.

Online-Lernen und digitaler Unterricht haben gezeigt, dass auch die Schule nie auslernt. Aber auch, dass die Zeit für digitale Innovationen noch niemals reifer war als jetzt. Die Innovationsstiftung für Bildung weitet daher ihre Schulentwicklungsoffensive „Schule lernt Lernen“ aus.

In enger Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium werden eine Million Euro für innovative Kooperationen mit Forschungseinrichtungen bereitgestellt. 400.000 Euro gehen an Schulen und ihre Schulentwicklungsprojekte mit Fokus auf digitalen Unterricht. Eine Qualitätskontrolle für digitale Lernmedien und Inhalte ist geplant. Und ein Online-Kongress am 15. Oktober soll alle Stakeholder der Schule vernetzen, um gemeinsam neue Lösungen zu finden.

Hier ein detaillierter Überblick über alle Maßnahmen von „Schule lernt Lernen“:

Schule lernt Lernen aus Krisenzeiten

Die Ausschreibung „Schule lernt aus Krisenzeiten“ garantiert 400.000 Euro für Schulentwicklungsprojekte an rund 200 österreichischen Schulen. Die Idee: Externe Beratung und Weiterbildungen an Schulen sollen schnell und niederschwellig gefördert werden. Zum Beispiel: Reflexionsworkshops zur Lehre unter COVID-19, Weiterbildungen zu digitalen Themen, Coaching für Schulleitungen oder Support für Kommunikations- und Lernplattformen.

Pro Schule kann ein Antrag für eine oder mehrere Aktivitäten eingereicht werden, der mit maximal 2.000 Euro gefördert wird. Die Einreichfrist endet, wenn das Gesamt-Förderbudget ausgeschöpft ist, spätestens aber am 30. November 2020. Alle Infos zur Ausschreibung hier.

Innovationslabore für Bildung

Damit das System Schule auch langfristig innovative Impulse verankern kann, werden von der Stiftung und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) eine Million Euro ausgeschrieben. Das Ziel: „Innovationslabore für Bildung“ zu fördern. In solchen „Experimentierräumen“ erproben und entwickeln Lehrkräfte und Schüler/innen gemeinsam mit Wissenschaft und Technologie-Initiativen innovative Lehr- und Lernmethoden, neuartige Didaktik sowie EdTech-Lösungen.

Bewerben können sich Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Technologietransfereinrichtungen, Innovationsmittler und sonstige wissenschaftsorientierte Organisationen, Selbstverwaltungskörper und Non-Profit-Organisationen. Alle Informationen zur Ausschreibung hier. Die Einreichung läuft noch bis 24. Februar 2021.

Plattform #weiterlernen und Qualitätssicherung

Die Innovationsstiftung für Bildung fördert auch zwei Plattformen: Die Erste-Hilfe-Webseite #weiterlernen unterstützt Schüler/innen seit der ersten Schulschließung beim Online-Lernen – mit Know-how, Buddy-Programm und gespendeten Computern. Das Kooperationsprojekt mit dem BMBWF und dem Sozialunternehmen talentify.me bleibt auch im Schuljahr 20/21 online.

Weiters plant die Innovationsstiftung für Bildung eine Qualitätskontrolle von digitalen Lehr- und Lernmitteln sowie ihren Inhalten. Diese Initiative zur Qualitätssicherung soll mithilfe von Lehrpersonen umgesetzt werden und auf einer Plattform in Kooperation mit dem Bildungsministerium und dem OeAD dargestellt werden.

Online-Kongress „Lernen in und aus der Krise“

Die von der Stiftung veranstaltete „Innovationsdialogreihe“ hatte das Ziel, die Schule mit Eltern, Wissenschaft, Politik und Anbietern und Anbieterinnen von Lehr- und Lernmaterialien zu vernetzen. Am 15. Oktober beschließt der Online-Kongress „Lernen in und aus der Krise“ diesen gruppenübergreifenden Austausch und soll langfristige Lösungen identifizieren.

Die Keynotes halten Kommunikationswissenschafterin Ursula Maier-Rabler zur Frage „Wie gelingt eine krisenresiliente Gesellschaft im Zeitalter der Digitalisierung?“ und Axel Zafoschnig von der Bildungsdirektion Kärnten zum Thema „Mit Schwung aus der Krise! Die Schulautonomie als adaptives Konzept für erfolgreiche Schulentwicklung?“.

Weiters werden vier „Inspirationsfenster zur Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen“ geöffnet:

  • Jochen Robes (Corporate Learning Community) und Roland Reichart-Mückstein (Open School) besprechen Digitalisierung und soziale Kompetenzen.
  • Markus Fischer (chabaDoo) und Paul Beyer-Klinkosch (Schubu) präsentieren ihre Bildungsmedien für den Unterricht der Zukunft.
  • Josef Buchner (Learning Lab) und Eva Stolpmann (DigitaleSchule2020) reden über das Lernen in der digital vernetzen Welt.
  • Und Celia Sokolowsky (Deutsch lernen: vhs-Lernportal) und Marianne Ebenhofer (WERTvolle Wimmelbilder/ Eduthek) zeigen, wie man Deutsch als Zweitsprache digital, spielerisch und am Puls der Zeit lernt.

Hier geht’s zum Programm und zur Anmeldung.

 

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