Bildung und Beruf

Einblick in die Zukunft des Sprachunterrichts

Das „Sprachenforum International“ war auch diesmal wieder der Höhepunkt für Lehrer und Experten aus der Sprachen-Szene. Das sind die Ergebnisse.

Von Manuela Tomic - 31. Oktober 2018

 

Egal, ob Digitalisierung, Interkulturalität oder Lernautonomie: Der Sprachunterricht hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert.

Neue Chancen bieten digitale Tools wie Tablets oder Smartphones ebenso wie E-Learning-Plattformen im Netz. Aber was kann Fremdsprachenunterricht im 21. Jahrhundert leisten?

Workshops und Vorträge

Um diese Frage zu beantworten, haben sich vom 23. bis 25. Oktober 300 Lehrerinnen und Lehrer sowie 30 Referentinnen und Referenten aus aller Welt beim „Sprachenforum International“ in Bad Hofgastein getroffen.

Die Konferenz wurde vom Center für berufsbezogene Sprachen (CEBS) organisiert, einer Serviceeinrichtung des österreichischen Bildungsministeriums. In 38 Workshops und 16 Keynote-Reden wurden neue Ideen geteilt und Wege für den Sprachunterricht der Zukunft diskutiert.

Ein Thema war die Transparenz von Sprachtests und Standardüberprüfungen und die Frage, wie man internationale Sprachniveaus messen kann. Dazu referierte Dave Allen vom Norwich Institute for Language Education (NILE).

 

Dave Allen vom Norwich Institute for Language Education: Für ihn steht der Lernende im Mittelpunkt.

 

Expertinnen und Experten, die Testmaterialien entwickeln, sollen, wenn es nach Allen geht, nicht nur Lehrerinnen und Lehrer einbeziehen, sondern auch die Lernenden, damit die Tests „Learner-Oriented“ bleiben.

Lernautonomie trotz Zentralmatura

Das Messen von Leistungen machte auch beim Thema Zentralmatura nicht Halt. So gestaltete Elisabeth Pölzleitner, Lehrbeauftragte und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anglistik an der Karl-Franzens-Universität Graz, einen Workshop für mehr Lernautonomie.

Schüler können, so Pölzleitner, besser durch authentische Aufgabenstellungen, die die Lernenden persönlich betreffen, erreicht werden als durch das Abarbeiten von Themen und reine Kompetenzchecks. Sie plädiert für mehr autonomes Lernen im Regelunterricht, um lebenslange Sprachkompetenzen zu erwerben.

E-Learning und neue Tools

Außerdem gab es unzählige Workshops zum mobilen Lernen. Digitale Tools wurden vorgestellt und interaktive Lernmethoden im Netz präsentiert. Auch der MANZ Verlag Schulbuch war mit einem Messestand und den aktuellen M-Books vertreten.

In einem waren sich Veranstalter und Teilnehmer einig: Lineare Denkmuster und das reine Abprüfen von Grammatik sind längst überholt. Gefragt seien vernetzte, kritisch reflektierende Schülerinnen und Schüler, die einen Blick über den Tellerrand wagen, um Fremdsprachen auch in Zukunft erfolgreich zu nutzen.


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Ein Beitrag der Was jetzt-Redaktion.