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Young Science: Diese Schulen beweisen Forschergeist

BMHS aktuell: Das Young Science-Gütesiegel geht an Schulen, die laufend mit der Wissenschaft kooperieren – in Schwerpunkten, Forschungsprojekten oder Abschlussarbeiten. Wir präsentieren Ihnen die BHS unter den 18 Schulen.

Was jetzt-Redaktion - 15. Oktober 2020

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Das Young Science-Gütesiegel prämiert Forschungspartnerschaften zwischen Schulen und Wissenschaft.

Damit junge Menschend auch frühzeitig ihren Forschergeist entdecken, fördert das Young Science-Zentrum den Austausch zwischen Schule und Wissenschaft. Alle zwei Jahre vergeben Bildungsministerium und OeAD das Young Science-Gütesiegel an Forschungspartnerschaften. Eine solche besteht, wenn Schüler/innen aktiv in einen Forschungsprozess eingebunden sind, der auch von einer wissenschaftlichen Einrichtung geleitet wird.

Am 7. Oktober wurden bereits zum fünften mal – diesmal online – 18 Schulen prämiert, sechs davon aus dem BHS-Bereich. „Diese Schulen sind an Kooperationsprojekten mit Forschungseinrichtungen beteiligt, schließen langfristige Vereinbarungen mit Forschungspartnern ab und bauen einen forschungsorientierten Schulschwerpunkt auf“, beschreibt Barbara Weitgruber, Forschungs- Sektionschefin im BMBWF die Preisträger/innen.

Hier ein Überblick über die sechs BHS-Schulen: die HTL Braunau, die HTBLA Wels, die HBLA Ursprung, die HBLFA Raumberg-Gumpenstein, die HTL Leoben und die Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus.

HTL Braunau

Die Jury – Expertinnen und Experten aus Forschung, Wissenschaftskommunikation und Schulentwicklung – würdigt die HTL Braunau mit dem Young Science-Gütesiegel. Die Gründe: ihre regelmäßige Teilnahme an Forschungsprojekten, die Vielzahl an Auszeichnungen und die Präsenz der Schüler/innen auf internationalen Messen, Wettbewerben und Olympiaden.

Wissenschaftliche Forschungpartner der HTL Braunau: Johannes Kepler Universität Linz, KTM Sportmotorcycle GmbH, Entwicklungs- und Forschungsabteilung Mattighofen, Paris-Lodron-Universität Salzburg, Österreichisches Weltraum Forum Innsbruck.

HTBLA Wels

Die Jury zertifiziert auch die HTBLA Wels, weil sie auf hohem Niveau mit nationalen, aber auch internationalen Partnern kooperiert. Die Kooperationsmodelle seien „nachhaltig, gut geplant und im Schulleitbild festgeschrieben“. Das würden auch die vielen Preise für die Schüler/innen belegen.

Wissenschaftliche Forschungspartner der HTBLA Wels: FH Oberösterreich in Wels, Johannes Kepler Universität Linz, Technische Universität Graz, Technische Universität München, Deutschland, Universitatea Babeș-Bolyai, Cluj-Napoca in Rumänien und Weizmann Institut, Rechovot in Israel.

HBLA Ursprung

Die HBLA Ursprung wird für ihre „wohldurchdachte Weiterentwicklung des forschungsorientierten Schulschwerpunkts“ prämiert, etwa durch die Einführung neuer Fächer und Freifächer mit Forschungsbezug. Die Salzburger Schule fördert langfristige Kooperationen mit der Wissenschaft und plant neue Projekte für die Zukunft – was auch bereits mit zahlreichen Preisen honoriert wurde.

Wissenschaftliche Forschungspartner der HBLA Ursprung: FH Salzburg, Karl-Franzens-Universität Graz, Paris-Lodron-Universität Salzburg, Universität für Bodenkultur Wien und Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg.

HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Die Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein engagiere sich kompetent und erfolgreich in der Zusammenarbeit mit (inter-)nationalen Forschungspartnern. Bemerkenswert sei die an der steirischen Schule angedockte Forschungseinrichtung, die Synergien zwischen Lehr- und Forschungspersonal fördere. Ein Großteil der Schüler/innen würde an den zahlreichen Forschungsaktivitäten teilnehmen und Diplomarbeiten in Kooperation mit Forschungseinrichtungen verfassen. Die forschungsorientierten Schulschwerpunkte werden ständig weiterentwickelt.

Wissenschaftliche Forschungspartner der HBLFA Raumberg-Gumpenstein: apodemus privates – Institut für Wildbiologie im Ennstal, BFW – Österreichisches Bundesamt und Forschungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft in Wien, LTSER Plattform Eisenwurzen – Sozio-Ökologische Langzeitforschung, Montanuniversität Leoben, Österreichische Bundesforste AG in Purkersdorf, STUDIA – Studienzentrum für Internationale Analysen in Schlierbach, Universalmuseum Schloss Trautenfels in Stainach-Pürgg, Universität für Bodenkultur Wien, Wasser Cluster Lunz, ZAMG – Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien, Agroscope Bern in der Schweiz, IPTPO – Institut für Landwirtschaft und Tourismus Poreč in Kroatien, Parco Alpi Marittime Piedmontese in Valdieri, Italien und Univerza v Liublijani in Slowenien.

HTL Leoben

Laut Jury erfüllt die HTL Leoben alle Kriterien für das Young Science-Gütesiegel: Schüler/innen arbeiten an zahlreichen Projekten mit, verfassen viele Diplomarbeiten mit Forschungseinrichtungen und sind bei Wettbewerben erfolgreich. Darüber hinaus investiert die Schule in forschungsbezogene Weiterbildungen der Lehrkräfte. Die Kooperationsmodelle scheinen nachhaltig und stabil zu sein.

Wissenschaftliche Forschungspartner der HTL Leoben: Christian Doppler Labor für Optimierung und Biomasseeinsatz beim Recycling von Schwermetallen in Leoben, Karl-Franzens-Universität Graz, Montanuniversität Leoben, Polymer Competence Center Leoben GmbH, Technische Universität Wien und Forschungszentrum Jülich, Deutschland.

Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus

Die Vielfalt an Aktivitäten der Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus hat die Jury beeindruckt. Auf hohem Niveau würden gesellschaftsrelevante Projekte mit Forschungseinrichtungen realisiert. Die Ergebnisse der Projekte fließen wiederum in das schulische Profil und die didaktische Weiterentwicklung. Dieser „bemerkenswerte Schul-Spirit“ wird auch durch innovative Lernformate gefördert.

Wissenschaftliche Forschungspartner der Hertha Firnberg Schulen für Wirtschaft und Tourismus: FH Burgenland, FH Technikum Wien, Pädagogische Hochschule Wien und Universität Wien.

Young Science-Inspiration-Awards

Im Rahmen des Young Science Inspiration Awards 2020 können auch Schüler/innen ihre vorwissenschaftlichen Arbeiten oder Diplomarbeiten einreichen, wenn sie aktuelle Forschungsfragen der Themenplattform von Young Science aufgreifen. In diesem Jahr präsentierten zwei Finalistinnen und ein Finalteam ihre Forschungsprojekte dem Online-Publikum. Die Gewinner des Young Science Inspiration Awards 2020: Jakob Buchensteiner und Moritz Taferner von der HTL Salzburg überzeugten mit ihrem mobilen, gestengesteuerten Robotergreifsystem. Ihr Preisgeld: 500 Euro.

Die Einreichphase für den jährlich vergebenen Young Science Inspiration Award 2021 hat auch schon begonnen. Schüler/innen können ihre Arbeiten bis zum 30. April 2021 hier hochladen.

 

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